Yoga

Gesundheit im Internet - Yoga, Hatha-Yoga, Hormon-Yoga, Informationen

In den letzten Jahren ist ein immenser Yoga-Hype losgetreten worden:

  • Power-Yoga
  • Dynamic-Yoga
  • Hormon-Yoga
  • Yoga für Kinder
  • Yoga zum Entspannen
  • Yoga zum Fit werden
  • Yoga für oder gegen Alles

von Anti-Aging bis Burn-Out– ganz wie es einem beliebt – der Markt ist riesig. Wer nicht Yoga macht ist "OUT". Was ist dran an diesem Yoga-Run? Genau wie andere "alte Heilweisen", die aus jahrhunderte – nein! – jahrtausende langer Erfahrung gewachsen sind, beschäftigt sich das eigentliche Yoga nicht nur mit der Gesamtheit des menschlichen Wesens, sondern v.a. mit der Gesamtheit und des harmonischen Wechselspiels der gesamten Natur.- Wenn man funktionsgestylt und atmungsaktiv schwitzend im Sportcenter sich beim Power-Yoga verausgabt oder aber tief ein- und ausatmend, Matte an Matte die Geräusche und Gerüche seines Trainingsnachbarn reinzieht. Man sagt: "Ich mache jetzt auch YOGA" Warum so zynisch? Yoga ist keine neue heilsbringende Religion, Yoga (in seinem Ursprung) will einem nichts aufzwingen – Yoga will, dass man sich selbst erfährt und seinen eigenen, naturgemäßen und v.a. selbstbestimmten Weg geht in eigener Verantwortung – natürlich in einer gewissen "Stille und Respekt vor der Schöpfung" - ohne anderen zu schaden! Es gibt so viele Yoga-Stile, wie soll man sich da noch auskennen? Keine Zeitschrift, die nicht irgendetwas darüber zu berichten weiß. Ganze Foren im Internet beschäftigen und verteidigen ihre Weisen, bis hin zur Bekriegung – so etwas wollte YOGA nie, dabei wäre es im eigentlich Sinne doch recht einfach. So könnte man durchaus sagen, dass eine gute Hausfrau, die täglich frisches und gesundes (vorwiegend ökologisch-vegetarisches) Essen mit Liebe und Freude für die Familie zubereitet, die Wohnstätte angenehm heimelig und sauber hält, sich um die täglich anfallenden Alltagszipperlein und Sorgen der Familienmitglieder tröstend kümmert und bei all dem noch zufrieden abends auf den gemeisterten Tag zurückblicken kann. Fast 24 Std Yoga praktiziert hat! Was für ein Gedanke – aber so ist es! Also – wenn man IN FRIEDEN (also zufrieden und mit Freude) seinen Alltag in gutem TUN (nicht nur für sich, sondern auch für andere) bewerkstelligt, ist das auch schon eine gewisse Form von Yoga.

In der übersetzung von YOGA findet man "Yoch, anjochen (also ein Gespann ziehen)", aber auch "verbinden, vereinen". Ich denke hier ist gemeint, dass der Geist seine 5 Sinne im Zaum hält - dazu gehören dann auch die alltäglichen Reaktionen wie z.B. Angst, Wut, übermäßige Freude, Sorge, Trauer. Wir entdecken auch hier Parallelen zu der traditionellen Chinesischen Medizin mit ihrem gesundheitsförderndem Tai-Chi und Qigong.

Nun, jedenfalls soll hier durch einen gut funktionierenden Geist – im Sinne der allgegenwärtigen Naturgesetze - der Körper so geschult und trainiert werden, dass wir ein (einigermaßen gutes) "Leben in Harmonie" führen können – so jedenfalls die Theorie – denn Yoga lebt von der Praxis und diese kann zugegebenermaßen für jeden anders aussehen. Was heißt das nun konkret für jeden Einzelnen der einfach mal mit "Yoga" anfangen will? Yoga ist ein Weg, den jeder, der sich darauf einlassen will, selber gehen muss (darf), ohne dass in der Gruppe der Übungsnachbar neidisch beäugt wird, weil die Nase näher am Knie ist als bei einem Selbst, oder – noch schlimmer – man herablassend vom hohen Ross in die Runde blickt und "mitleidig lächelnd" sich innerlich über die nicht gerade ästhetisch aussehenden ASANAS (KörperÜbungen) seiner stöhnenden Mitübenden freut.

Yoga sollte Leichtigkeit und Freude bringen – sowohl auf der Körperlichen Ebene, wie auch im Geist, bzw. in unseren nie stillstehenden Gedanken. Deshalb ist es von größter Wichtigkeit für Laien, sanft und individuell an "sein persönliches Yoga" herangeführt zu werden. Später, wenn man seine persönliche Richtung gefunden hat, bzw. seine Bedürfnisse und Grenzen kennt, können durchaus Bücher oder CD´s sinnvoll sein.

Weitere Informationen zum Thema Yoga: yoga-am-bodensee.de

Wie gesagt, Yoga ist ein Weg, auf dem man vorwärts gehen kann – mit Unterbrechung und/oder Nebenstrecken – ganz egal, je mehr man davon in den Alltag integriert, desto größer der Benefit für sich selbst und seine Umgebung – was wollen wir denn eigentlich noch mehr?