Rückenschmerzen

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Rückenschmerzen nehmen in der medizinischen Praxis einen immer größer werdenden Raum ein. Man kann sagen, Rückenschmerzen sind eine echte Volkskrankheit geworden. Jede zweite Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung resultiert aus Erkrankungen des Rückens und der Wirbelsäule. Nach der Häufigkeit stehen die Erkrankungen der Lendenwirbelsäule an erster Stelle, gefolgt von Störungen der Halswirbelsäule und der Brustwirbelsäule. Die Ursachen hierfür sind vielfältig. Sehr häufig findet man aber Störungen an den Bandscheiben. Hier sind die sogenannten Bandscheibenvorfälle (Prolaps) die häufigste Komplikation, gefolgt von Vorwölbungen (Protrusion) des Bandscheibenkernes mit Irritationen der austretenden Nervenwurzel (radikuläre Syndrome). Im Bereich der Lendenwirbelsäule finden sich sehr häufig Spinal-Stenosen, welche sehr schmerzhaft sein können. Mit zunehmendem Alter, oder aufgrund beruflicher Dauer- und Fehlbelastungen kann es auch zu sog. degenerativen Prozessen an den Bandscheiben- und den Wirbelkörpern kommen. Je nach Ausprägung der Degeneration können die hierdurch verursachten Beschwerden mehr oder weniger stark sein. Behandlungsbedürftig sind sie aber auf jeden Fall. Sehr oft finden sich auch schon bereits manifeste Störungen der Wirbelsäulenform- und Statik, hierzu gehören die Skoliose, die Kyphose, häufig bereits hereditär verursacht oder erworben auf Grundlage statischer Missverhältnisse.

Nicht zu vergessen typische Krankheitsbilder der Wirbelsäule wie Morbus Bechterew, osteoporitische Veränderungen der Wirbelkörper bis hin zu rheumatischen Erkrankungen. Sehr häufig findet man auch Schmerzen und Beschwerden an der Muskulatur, welche Rückenschmerzen forcieren und unterhalten können. Ein chronisch verspannter Rücken kann nie auf Dauer Beschwerdefrei sein.

Ursachen von Rückenschmerzen

Die Ursachen von Rückenschmerzen sind vielfältig und oft nicht einfach zu diagnostizieren. Auslösende Faktoren sind häufig eine Kombination aus über- und Fehlbelastungen. Dauerbelastungen, auch im Sport sind häufig zu beobachten. Gerade im sportiven Bereich sollte auf gute und qualifizierte Anleitung gesorgt werden. Aufgrund vermehrter sportlicher Tätigkeit resultieren leider auch viele Verletzungen. Muskelfaserrisse, Sehnenabrisse, Bänderläsionen bis hin zu Luxationen und/oder Frakturen. Das gesamte Sprektrum ist vertreten. Der vernünftige Umgang mit sportlicher Aktivität und der vernünftige Umgang mit den eigenen Ressourcen ist das Gebot der Stunde.

Sind die auslösenden Faktoren geklärt, beginnt die eigentliche medizinische und therapeutische Arbeit. Diagnostisch sehr hilfreich sind gerade im Bereich der Orthopädie alle modernen bildgebenden Verfahren wie CT, MRT bzw. Kernspintomographie. Mit diesen Metoden lassen sich insbesonders Schädigungen oder Verletzungen im Bereich der Wirbelsäule und des Rückenmarkes erkennen. Eine gute Diagnostik erleichtert die therapeutische Arbeit. Denn nur was als verursachend erkannt wird kann auch ursächlich behandelt werden.

Behandlung von Rückenschmerzen

Nachdem die Ursachen für Rückenschmerzen einwandfrei diagnostiziert wurden, beginnt die therapeutische Arbeit. Der hinzugezogene Behandler wird den Patienten nochmals untersuchen um sich ein eigenes Bild zu machen von der persönlichen Situation. Wie ist das Bewegungsmaß, wie verhält sich die Struktur bei einzelnen Bewegungen und Belastungen, ab welchem Stadium kommen Schmerzen hinzu, bis wohin proijezieren die Schmerzen, etc, etc. In einem nächsten Schritt wird die Statik des Achsenskeletts untersucht. Erst viel später wird der Rücken selber in Augenschein genommen. Wie verhält sich die Muskulatur, wie ist der Tonus, sind die Spannungszustände einseitig oder beidseitig? Erst nachdem alle diese Fragen geklärt sind beginnt die eigentliche Behandlung der Rückenschmerzen. Nun liegt es in der Kunst und im Können des Behandlers für welchen Weg er sich entscheidet.

Das therapeutische Spektrum im Bereich Behandlung von Rückenschmerzen ist sehr groß und vielfältig. Das Repertoir beginnt bei der Akupunktur zur Schmerzausschaltung und geht über diverse manuelle Techniken bis hin zu chirotherapeutischen Methoden und der Osteopathie.

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Nach Beseitigung und Behandlung der auslösenden und verursachenden Faktoren erfolgt die Rehabilitation. Diese erfordert wiederum eine gute und solide Kenntniss der Bewegungsmöglichkeiten. Training der koordinativen Fähigkeiten sowie Sensomotorik sind jetzt die tragenden Säulen der Behandlung. Unter Berücksichtigung der physischen, aber auch der psychischen Möglichkeiten wird ein individuelles Trainingskonzept entwickelt. Rückenschule und Rückentraining gehen jetzt Hand in Hand. Häufig müßen Störgrößen im privaten- und beruflichen Alltag gefunden und beseitigt werden. Die aktive Miteinbeziehung des Patienten ist hier unumgänglich. Hilfe zur Selbsthilfe das oberste Gebot. Die Behandlung von Rückenschmerzen ist ein weites Feld. Doch unter professioneller Durchführung und Anleitung, sowie aktives Mitwirken des Patienten am Genesungsprozess ist die therapeutische Arbeit prognostisch positiv zu bewerten. Weitere Informationen zum Thema:  Rückenschmerzen