Fasten - Heilfasten

Fasten ist der freiwillige und vor übergehende Verzicht von fester Nahrung. Fasten bzw. der zeitweilige Verzicht auf Nahrung ist in vielen Kulturen der Welt vorhanden. In allen Religionen finden sich Formen und Motive des Fastens: als Zeichen der Buße, als Opfer zur Versöhnung, als Vorbereitung für religiöse Handlungen oder auch als Trauerfasten. Der Gläubige soll sich durch das Fasten wieder mehr auf seinen Glauben konzentrieren. Dazu kommt eine soziale Komponente. Fastende entwickeln Solidarität mit Hungernden. Auch wenn sie selbst nach dem Fasten wieder essen dürfen, können sie sich leichter vorstellen wie leidvoll Hungern ist. So werden zum Beispiel im Ramadan die Armen mit Almosen bedacht. Auch schon im Alterutm kannte man das Fasten.
Schon der griechische Arzt Hippokrates (460 - 375 vor Christus), Mitbegründer der abendländischen Medizin hatte das Fasten als Heilmethode erkannt ("Die Natur ist der Arzt der Krankheit"). Er empfahl bei vielen Krankheiten eine knappere Nahrungszufuhr.

Das Heilfasten

Als Gründervater des Heilfasten gilt Dr. Otto Buchinger. Dr. Buchinger erkannte aufgrund eines eigenen Leidens die heilende Wirkung des Fastens. Dr. Buchinger litt unter entzündlichem Gelenkrheuma. Einer Empfehlung folgend begann er eine Fastenkur, welche im weiteren Verlauf eine deutliche Besserung seiner Symptomatik erbrachte. Später sagte er das Fasten hätte sein Leben gerettet. In der Fole seines eigenen Erlebens entwickelte er die Heilfastenmethode weiter und beschrieb sie in seinem Buch "Das Heilfasten", erschienen 1935, das zum Standardwerk wurde und heute in der 28. Auflage vorliegt.

Das Heilfasten nach Buchinger ist besonders beliebt. Erlaubt sind dabei nur Gemüsebrühe und Tee, Wasser und Obstsäfte. Beim Fasten stellt der Körper seinen Stoffwechsel um und es beginnt eine Ernährung von innen. So werden Fettreserven verbrannt, der ganze Körper entgiftet, Cholesterin, Zucker im Blut und auch Fett in den Gefäßen reduzieren sich. Auch Harnsäure oder eingelagerte Umweltgifte bauen sich ab.

Chronische Krankheiten wie Rheuma, Allergien Magen-Darm Beschwerden, Bluthochdruck und Diabetes können so behandelt werden.

Mit dem Fastenbrechen stellt der Körper sich wieder von innerer auf äußere Ernährung um. Der Körper soll behutsam an Essen gewöhnt werden und viele Fastende nutzen diese Umstellung, um ihre Ernährungsgewohnheiten zu verändern.

Weitere Informationen unter Heilfasten am Bodensee

Der erste Tag des Heilfastens ist ein Entlastungstag. Am zweiten Tag wird mit Hilfe von Glaubersalz und einem Einlauf zur Ruhigstellung und Regeneration des Darmes abgeführt. Ab dem zweiten Tag dürfen nur noch gepresste Obst- und Gemüsesäfte, Kräutertees und Gemüsebrühen getrunken werden. Das Fastenbrechen erfolgt durch den Verzehr von einem Apfel, oder Kompott. An den Tagen nach dem Fasten sollte man sich an einen speziellen Diätplan halten. Während der gesamten Fastenperiode muss auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von drei bis vier Litern geachtet werden. Ohne medizinische Begleitung sollte besser nicht länger als eine Woche gefastet werden. Da sich der Körper zu Beginn der Fastenkur umstellen muss, sind zumeist die ersten drei Tage die schlimmsten. Die Gedanken kreisen noch häufig ums Essen, Schwindel oder Kopfschmerzen können auftreten, manche Menschen frieren vermehrt oder sind müde. Dies sollte sich allerdings bald geben. Dann überwiegen zumeist die positiven Gefühle, das Leben verlangsamt sich und wird intensiver. Viele Fastende fühlen sich glücklich und wohl, für manche sind die Tage ohne Nahrung gar bewusstseinserweiternd.

Wer darf nicht Fasten?

Fasten ist allerdings nicht für jeden geeignet. Wer Medikamente nimmt oder chronisch krank ist, sollte besser gar nicht oder nur unter professioneller Aufsicht auf Nahrung verzichten. Schwangere oder stillende Frauen, Kinder, Herzkranke, HIV-Infizierte oder Menschen mit starkem Untergewicht sollten ganz auf das Fasten verzichten. Ob alleine oder in der Gruppe - zumeist folgen Fastende einer bestimmten Methode. Besonders bekannt sind das Heilfasten nach Buchinger, die F.-X.-Mayr- oder die Schroth-Kur. Die Auswahl geschieht dabei häufig nach dem Bauchgefühl, wobei die unterschiedlichen Kuren nicht für jeden geeignet sind.

Weitere Informationen zum Thema Fasten und Heilfasten: www.fasten-bodensee.de

Gründe für das Fasten

Durch Fasten können wir aus dem "Zuviel" unserer konsumbetonten Zeit herausfinden und maßvoll Essen sowie sinnvoll Genießen lernen. Fasten ist eine Hilfe zur Lösung aus der Abhängigkeit von Genußmitteln und lästigen Angewohnheiten. Fasten ist eines der wenigen und erfolgreichen biologischen Entgiftungsmittel in einer schadstoffbelasteten Umwelt. Fasten kann unter medizinischer Aufsicht als Therapie zur Heilung von Unpäßlichkeiten und Krankheiten eingesetzt werden. Als klinisches Heilfasten stellt es die wirkungsvollste und ungefährlichste Behandlungsmöglichkeit bei ernährungsabhängigen Stoffwechselkrankheiten dar. Fasten ist keine Methode zum schnell abnehmen. Beim Fasten wird unser Körper sensibler, empfangsbereiter und reaktionsbereiter. Durch die ihm eigenen natürlichen Programme ist er bemüht, alle in ihm ablaufenden Vorgänge auf die natürlichen Prinzipien zurückzuführen. Es entsteht wieder eine naturgegebene grundlegende Ordnung. Der Körper sucht das, was er benötigt, und zwar selektiv, d. h. er kann mit verfeinerter Sensibilität sehr wohl unterscheiden, welche Angebote er bevorzugen will und welche er ungenutzt läßt.

Gesund abnehmen

In unserer modernen Gesellschaft bahnt sich ein bemerkenswerter Zwiespalt an: Einerseits sind wir so über die biochemischen Vorgänge in unserem Körper informiert wie nie, Wissenschaft und medizinische Erkenntisse lassen keine Fragen der Ernährung mehr offen. Auf der anderen Seite werden wir immer dicker und Adipositas, die krankhafte Fettleibigkeit, ist kein seltenes Krankheitsbild. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Wir sind einfach übersättigt, das Überangebot an Nahrungsmitteln der verschiedensten Art in den Regalen der Supermärkte macht uns nicht nur ratlos - wir greifen auch zu oft zu wahllos zu. Essstörungen, Fehlernährung und übergewicht sind die Folgen. Doch gesund abnehmen ist keine Zauberei - eine Umstellung der gesamten Lebensweise ist der Schlüssel zum dauerhaften Erfolg.

Abnehmen ist ein Ziel, das viele Übergewichtige haben. Nur der Weg dorthin, der hat sich geändert. Waren früher Crash-Diäten im fragwürdigen Stil von Hollywood der Renner, ist heute ein gebremsteres, aber umso erfolgreicheres Abnehmen mit gesunder Ernährung und Sport deutlich im Vorteil. Eine der gesündesten und dauerhaftesten Methoden, um gesund abnehmen zu können, ist die Kohlsuppendiät. Sie belastet nicht den Organismus, bedeutet Abnehmen mit Freude und hat zudem ein großes Plus zu verzeichnen: Der gefürchtete Jo-Jo-Effekt bleibt aus.

Außerdem kommt man bei dieser Diät ohne jegliche Mittel zur Nahrungsergänzung aus. Wer mit der Kohlsuppendiät beginnt, muss sich nicht quälen, um sein Traumgewicht zu erreichen. Keine rigiden Diät-Programme, bei der irgendwann die Motivation auf der Strecke bleibt, sondern gesund abnehmen mit Genuss lautet die Devise - ganz individuell und auf die jeweiligen Bedürfnisse des Einzelnen zugeschnitten. Sich bewusst ernähren, runter vom Sofa und hin zur sportlichen Betätigung - das Glück, wenn die ersten Pfunde purzeln, ist das ganz persönliche Erfolgserlebnis.