Akupunktur

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Die Akupunktur ist ein Teilgebiet der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Sie basiert auf der Lehre von Yin und Yang, der Fünf-Elemente-Lehre und der Lehre von den Meridianen. Sie unterteilt sich in drei Hauptverfahren:

   •  Einstechen von Nadeln in die Akupunkturpunkte
   •  Erwärmen der Punkte (Moxibustion)
   •  Massage der Punkte (Akupressur)

In der Akupunktur werden rund 400 Akupunkturpunkte maßgeblich benutzt, die auf den so genannten Meridianen angeordnet sind. Zur Vereinfachung wurde das heute gängige Modell von zwölf Hauptmeridianen, die jeweils spiegelbildlich auf beiden Körperseiten paarig angelegt sind, eingeführt. Acht Extrameridiane und eine Reihe von sogenannten Extrapunkten ergänzen dieses Modell. Nach Ansicht der Anwender der traditionellen chinesischen Medizin wird durch das Einstechen der Nadeln der Fluss des Qi (Lebensenergie) beeinflusst.

Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung der Akupunktur und Moxibustion stammt aus dem zweiten Jahrhundert vor Christus. Der chinesische Historiker Sima Qian erwähnt in seinen Aufzeichnungen erstmals Steinnadeln.

Noch älter als die Akupunktur ist die Akupressur, bei der die Punkte mit Hilfe der Fingerkuppen oder auch mit Hilfe von Werkzeugen massiert werden, weshalb die Akupressur auch als eine nicht-invasive Form der Akupunktur betrachtet werden kann. Die Akupunktur gehört ihrem Verständnis nach zu den Regulations- und Steuerungsverfahren. Klinische Studien zeigen eine Wirksamkeit der Akupunktur bei durch Kniegelenksarthrose bedingten Schmerzen, bei chronischen tiefen Rückenschmerzen und bei der Prophylaxe von Migräneattacken.

Die Ohrakupunktur

In einigen klassischen Werken der chinesischen Akupunktur wird die Ohrakupunktur bereits erwähnt. Der französchische Arzt Dr. Paul Nogier hat sich intensiv mit der Ohrakupunktur befasst und einige erstaunliche Erkenntnisse erstmals wissenschaftlich beschrieben. Er nannte seine Art der Ohrakupunktur "Auriculo-Therapie" und definierte eine spezielle Diagnosmethode welche als RAC (Reflex-Auriculo-Cardiac) beschrieben ist. Seine Topographie der Ohrmuschel unterscheidet sich nur unwesentlich von der chinesischen Ohrkarte. Die Ohrakupunktur wird hauptsächlich zur Schmerzbehandlung sowie zur Sucht- bzw. Entwöhnungstherapie angewendet. Gerade im Bereich der Raucherentwöhnung hat sich die Ohrakupunktur einen guten Namen gemacht. Auch im Bereich der Schmerzbehandlung insbesondere innerhalb der Orthopädie wird die Methode gerne flankierend angewendet. Die Stimulation der Ohrakupunkturpunkte erfolgt zum einen ganz klassisch via Akupunkturnadel, kann aber auch mittels Stäbchen oder Dauerkügelchen erfolgen. Neuerdings werden die Akupunkturpunkte auch mittels Laser- oder Farbstimulation gereizt.

Akupunktur und Moxibustion

Akupunktur und Moxibustion sind zwei verschiedene Behandlungsmethoden. Die erste besteht darin, Nadeln in Akupunkturpunkte einzusetzen und die zweite besteht darin, diesen Punkten Wärme zu geben. Die Wärme wird mittels abbrennen von Moxakraut über dem Akupunkturpunkt erzeugt. Auch wenn die Technik verschieden ist, so haben doch beide Methoden die gleiche therapeutische Wirkung. Sie wirken über die Akupunkturpunkte auf die Meridiane und die inneren Organe, um die Zirkulation von Energie und Blut zu harmonisieren.

Akupunktur und Schröpfen

Das Schröpfen zählt zu den sogenannten ausleitenden Verfahren. Man geht von der Vorstellung aus, dass schlechtes bzw. schädliches aus dem Körper enfernt wird. Man unterscheidet zwischen trockenem und blutigem Schröpfen. Die Schröpfkopfbehandlung wird über Zonen des Körpers angewandt, welche mit innere Organen in Beziehung stehen. Das klassische Arbeitsfeld der Schröpfkopfbehandlung ist der Rücken. Mittels Feuer wird im Schröpfkopf ein Unterdruck erzeugt und der Schröpfkopf über der zu behandelnden Region aufgesetzt. Es können auch mehrere Gläser gleichzeitg zur Anwendung kommen. Die Schröpfkopftherapie in der traditionellen chinesischem Medizin hat die Aufgabe, den Fluß von Qi und Blut in den Meridianen anzuregen und zu erwärmen, Schmerzen zu stillen, Schwellungen zu beseitigen sowie Feuchtigkeit und Kälte zu entfernen.

Weitere Informationen zum Thema Akupunktur: www.akupunktur-praxis-bodensee.de

Akupunktur in der Schmerztherapie

Gerade im Bereich der Schmerztherapie leistet die Akupunktur sehr gute Dienste. Wie bereits oben ausgef ührt wird die Akupunktur deshalb auch sehr gerne zur Behandlung von Rückenschmerzen, Kniegelenksschmerzen aber zur Migränebehandlung eingesetzt. Akupunktur wird auch in verschiedenen Sonderformen verabreicht. Augenakupunktur, Schädelakupunktur, kosmetische Akupunktur sowie Akupunktur der Hände und Füsse. Eine immer größere Rolle spielt die Akupunktur vor allem im Bereich der Entwöhnungsbehandlungen. Besonders zur Raucherentwöhnung und als Hilfe zum Abnehmen. Als Begleittherapeutikum leistet die Akupunktur gerade hier gute Dienste. Auch zahlreiche andere Indikationen sind zugänglich für eine Akupunkturbehandlung. So scheinen einige Neurologische Erkrankungen gut beeinflussbar mittels Akupunktur. Hier muß man allerdings noch die Forschungsergebnisse abwarten um genaueres sagen zu können. Die Akupunktur hat Einzug gehalten in den westlich medizinisch- wissenschftlichen Bereich und ist hier auch nicht mehr wegzudenken. Informationen Akupunktur und Hintergründe TCM

Akupressur

Die Akupressur ist sicherlich die älteste Methode der Punktstimulation. Aufzeichnungen und archäologische Funde beweisen dies seit langem. So zeigen Fundstücke bereits aus der Zeit von ca. 12oo v. Chr. das damals schon bestimmte Körperareale mittels Holz- und Steinstiften gereizt, bzw. manuell stimuliert wurden. Diese Methode diente einerseits dazu lokale (Schmerz)punkte zu behandeln, andererseits wurden auch schon Leitbahnen (Meridiane) so massiert. Diese Form der manuellen Punkt- oder Meridianstimulation findet auch heute noch Anwendung. So lassen sich gerade mittels manueller Punktstimulation im Sinne einer Akupressur durchaus auch Schmerzen positiv beeinflußen. Allerdings sollte die Punktauswahl auch hier unter Berücksichtigung der Syndromdiagnostik erfolgen. Eine fundierte Kenntniss der Energielehre ist auch hier unverzichtbar. Eine weitere Methode der manuellen Stimulation ist das sogenannte Gua-Sha. Unter Gua Sha versteht man das stimulieren mittels einer Büffelhorn-Platte, welcher die Eigenschaft zugeschrieben wird pathogene Faktoren wie beispielsweise Hitze aus dem Körper auszuleiten.

Akupunktur am Bodensee