ADHS durch das Schwermetall Blei verursacht?
- Chelattherapie als therapeutische Ma├čnahme

ADHS (= Attention Deficit Hyperactivity Syndrome) ist eine psychische Störung, die sich durch Probleme mit der Aufmerksamkeit sowie Impulsivität und häufig auch Hyperaktivität auszeichnet. Es mehren sich die Anzeichen, dass ADHS mit einer erhöhten Bleibelastung im Blut einhergeht.

Blei ist ein Schwermetall, dass in sehr vielen alltäglichen Dingen vorkommt (1), z. B. Farbe, Spielzeug u. ä.. Eine Möglichkeit um Blei auszuleiten ist die Chelattherapie (4). Blei hat eine sehr lange Haltbarkeit im menschlichen Körper und greift primär die Erythrozyten (roten Blutkörperchen an).

Typische Symptome einer Bleibelastung können sein (aus (3)):
  • Abdominelle Schmerzen und Krämpfe
  • übelkeit und Erbrechen
  • Verlust des Kurz-Zeitgedächtnisses
  • Leseschwächen
  • Koordinationsprobleme
  • Verstopfung
  • Unfähigkeit sich zu konzentrieren
  • Somnolenz (Begriffserklärung: siehe unten)
  • Lethargie (Begriffserklärung: siehe unten)

ADHS ist eine breit gefaßte Erkrankung und hat viele Schattierungen. Zwischen drei bis neun Prozent aller Kinder leiden an ADHS. Jungen sind deutlich häufiger betroffen als Mädchen. Die Beschwerden treten vom Säuglings- bis ins Erwachsenenalter auf.
Folgende Symptomengruppen werden dem ADHS zugeordnet:

  • Motorische Hyperaktivität: Dauernde, eventuell auch nur innere Rastlosigkeit, ziellose Hyperaktivität, kein Stillsitzen, andauernde Zappeligkeit, eventuell verstärkter Rededrang, Nägelknabbern, Bemalen von Hefträndern, Beknabbern von Bleistiften usw.
  • Impulsivität: Unvorhersehbares, unberechenbares Verhalten (Unfallgefahr!)
  • Erregbarkeit, Irritierbarkeit: Frustationsschwelle sehr niedrig, starke Stimmungsschwankungen, Empfindlichkeit gegenüber Kritik, rasches Weinen, Wutausbrüche, Aggressivität
  • Mangelhafte emotionale Steuerung: zunehmende Selbstwertzerstörung, fehlendes oder übersteigertes Einfühlungsvermögen, mangelndes Realitätsgefühl, Mutlosigkeit, Verleugnung von Schwierigkeiten
  • Dissoziales Verhalten: Außenseiter, wenig Freunde, Streitsüchtigkeit, Schlagen und Raufen, "Klassenclown"

Gerade Kinder reagieren sehr empfindlich auf diese Belastungen (3). Oftmals sind Billigwaren aus Fernost belastet mit Blei. Dies scheinen in Farben, Konservierungsmiteln u. a. enthalten zu sein. Man kann nur ahnen, was die Menschen durchmachen müssen, die dort am Herstellungsprozeß beteiligt sind...

Eine Therapiemöglichkeit bei ADHS (Attention Deficit Hyperactivity Syndrome) aber auch bei schulischen Problemen im Sinne von Aufmerksamkeitsstörungen ist die Chelattherapie.
Ein Chelat ist eine Substanz, die auch in der Natur vorkommt. Sie kann Schwermetalle binden und über die Nieren ausscheiden. Natürlich vorkommende Chelatoren sind jedoch nicht so effektiv, wie die medizinisch verwandten. Bei einer Chelattherapie muß man jedoch auch immer auf einer ausreichende Substitution (Ersatz) von Zink, Selen u. a. achten, da nicht nur Schwermetalle ausgeschieden werden.
Eine Chelattherapie gehört also in die Hände eines entsprechenden Fachmanns, der in der Chelattherapie ausgebildet wurde. Eine Liste finden Sie zum Besipiel hier: www.chelattherapeuten.com

In der Regel verbessert sich das Verhalten im Rahmen einer Chelattherapie sehr deutlich, manchmal schon nach kurzer Zeit.

Begriffserklärungen:
Somnolenz: Der Betroffene ist sehr apathisch lind so schläfrig, dass er nur durch lautes Ansprechen oder Anfassen weckbar ist. (Quelle: 5) Sopor: Der Patient ist nur durch starke Weckreize wie Schütteln oder Zwicken erweckbar, ist nicht mehr orientiert und zeigt keine sprachlichen Äußerungen. Abwehrbewegungen auf Schmerzreize sind ungezielt, die Reflexe sind erhalten, der Muskeltonus ist herabgesetzt. (Quelle: 5)

  • Glorennec P; Peyr C; Poupon J; Oulhote Y; Le Bot B (2010): Identifying sources of lead exposure for children, with lead concentrations and isotope ratios. In: J Occup Environ Hyg 7 (5), S. 253–260.
  • Patrick L (2006): Lead toxicity part II: the role of free radical damage and the use of antioxidants in the pathology and treatment of lead toxicity. In: Altern Med Rev 11 (2), S. 114–127.
  • Patrick L (2006): Lead toxicity, a review of the literature. Part 1: Exposure, evaluation, and treatment. In: Altern Med Rev 11 (1), S. 2–22.
  • Tandon SK; Singh S; Jain VK (1994): Efficacy of combined chelation in lead intoxication. In: Chem Res Toxicol 7 (5), S. 585–589.
  • Brunnhuber, Stefan; Frauenknecht, Sabine; Lieb, Klaus; Wewetzer, Christoph (2005): Intensivkurs Psychiatrie und Psychotherapie. Mit 218 Tabellen. 5. Aufl. München: Elsevier Urban & Fischer (Klinik).
Hinweis:
Die vorgestellten Diagnose- und Behandlungsmethoden sind Verfahren der naturheilkundlichen Erfahrungsmedizin, die nicht zu den allgemein anerkannten Methoden im Sinne einer Anerkennung durch die Schulmedizin gehören. Alle getroffenen Aussagen über Eigenschaften und Wirkungen sowie Indikationen beruhen auf Erkenntnissen und Erfahrungen in der jeweiligen Therapierichtung selbst, die von der herrschenden Schulmedizin nicht geteilt werden.